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Aktuelles

Ordentliche Mitgliederversammlung

Der Verein der "Freunde und Ehemaligen des Ketteler-Kollegs" trifft sich nach der coronabedingten Pause am 19. November 2022 um 15:00 Uhr im Ketteler-Kolleg zur ordentlichen Mitgliederversammlung.
Inhaltlich wird es neben den Berichten des Vorstandes über die vergangenen Geschäftsjahre und der Neuwahl des Vorstandes um die Konsequenzen für den Verein gehen, die sich aus dem Trägerwechsel ergeben.
Aufgrund der existierenden pandemischen Lage entfallen sowohl Gottesdienst als auch das "Gemütliche Beisammensein". Hier hoffen wir, dass dies beim nächsten regulären Treffen am 18. März 2023 wieder möglich sein wird.

Thomas Meysing, Vorstand

Feierstunde anlässlich des Trägerwechsels

Die Verträge sind gemacht, alle Unterschriften geleistet und seit dem 1. August 2022 ist es bereits amtlich, dass das Ketteler-Kolleg und -Abendgymnasium mit Abitur-Online in der Trägerschaft des Landes Rheinland-Pfalz arbeitet. Um diesem Übergang auch einen würdigen Rahmen zu geben, wurde dieses Ereignis mit einer Feierstunde am 10. Oktober 2022 begangen. Ein Mitschnitt der Feierstunde kann hier angeschaut werden.

Einer der vielen Ehrengäste der Feier war sicher der Mainzer Bischof Wilhelm Emmanuel Ketteler (1811 – 1877) selbst, der nach wie vor Namensgeber dieser Schule ist und bleibt, denn in vielen Reden wurde er mit Aussagen zu Bildung, zu Freiheit und zu politischem Engagement zitiert.
So könnte man seine Aussage „Christ sein heißt politisch sein“ durchaus als Motto der Veranstaltung sehen, denn Politik und Christsein tun gut daran, Hand in Hand zu gehen, genauso wie auch Bildung ein Auftrag sowohl der Politik als auch der Kirche ist. Nicht zuletzt initiiert ein christliches Menschenbild und Werteverständnis den Einsatz für Chancengleichheit aller Menschen ohne Ansehen der Person. „Christsein und politisch sein“ – mit dieser Aussage könnte Ketteler selbst als Bindeglied, als Brücke fungieren zwischen einer ehemals kirchlichen Schule zu einer Schule des Landes.

Grundsätzliche Thesen Kettelers zu Politik und Christsein stellte StD Thomas Meysing, Ketteler-Kolleg, in seiner Rede vor
Dr. Stefanie Hubig, Ministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz, betonte die Wichtigkeit des zweiten Bildungsweges, der vielfältige Chancen gerade den Menschen eröffne, die sich erst später für einen höheren Abschluss entscheiden, die aufgrund persönlicher Lebensumstände kein Abitur machen konnten, die als Geflüchtete in unser Land kommen etc. Von Seiten des Bistums kam Schuldezernent Gereon Geissler zu Wort; auch er betonte den Bildungsauftrag des Bistums im Sinne Kettelers, verwies aber auch auf die schwierige aktuelle Situation der Kirche. Der Schulleiter des Ketteler-Kollegs Thomas Jacob bedankte sich bei allen Beteiligten für die Organisation des Trägerwechsels, die nicht einfach war bei einem solchen außergewöhnlichen Vorgang, zumal alle Kolleg*innen an der Schule bleiben können und diese in bewährtem Geist weitergeführt werden kann.

Lang war die Liste der Gäste und Repräsentanten aus Politik, Verwaltung und Bistum … und vielleicht doch irgendwie auch Wilhelm Emmanuel von Ketteler höchstpersönlich. Sicher hätte er auch mit dem einen oder der anderen Anwesenden bei dem anschließenden Umtrunk mit Imbiss ein anregendes Gespräch über Gott und die Welt oder über Christsein und Politik führen können.

Beate Wandelt

Wenn Karl-Heinz das Fenster öffnet ...

Endlich nach zwei Jahren Corona-Pause konnte er wieder bei uns am Kolleg gastieren: Christian Klischat, ehemaliger Abiturient am Ketteler, jetzt Schauspieler am Staatstheater in Wiesbaden, oft aber auch mit spannenden Solostücken unterwegs, war am Dienstag, 20. September, mit seinem Stück „Karl-Heinz, ich mache morgens das Fenster auf“ am Ketteler. Dieses Mal kam dank des Vormittagstermins das Tageskolleg in den Genuss eines außergewöhnlichen Stückes über „Karl Heinz“, einen Mann, der aufgrund seiner langen Abhängigkeit von seiner mittlerweile verstorbenen Mutter Zwangsneuronen entwickelt hat. Am Fenster werden diese Zwänge symbolisch in Szene gesetzt:

So kann man ein Fenster öffnen und schließen; ein Fenster steht für Gehen-Wollen und Bleiben-Müssen, aber auch für drinnen und draußen sowie für Tod und Leben.
Karl-Heinz, der sich mit diesem Fenster gut 70 Minuten auseinandersetzen muss, hat autistische Züge, leidet aber auch an einer Zwangsstörung aufgrund einer ungesunden Beziehung zu seiner toten Mutter, die ihn in Anhängigkeit gehalten hat.
Themen und Probleme wie Kontrollverlust, Angst vor Veränderung, Gefühl der Leere im Leben, Beziehungsangst und -unfähigkeit werden angedeutet; letzteres führt Karl Heinz gar zu einer „Affäre mit dem Dachfenster“, das er küssen möchte….

Insgesamt schwebt die Vorstellung zwischen Geburtstag und Todestag, endet schließlich aber damit, dass Karl Heinz mit Brettern auf dem Boden einen Sarg andeutet, in die er seinen Anzug legt, während er selbst in die Kleidung seiner Mutter schlüpft.

Das Stück basiert auf einem Hörspiel von Karl Heinz Bölling, das dieser für die ARD geschrieben hat und dass für SWR 2 von Christian Klischat eingesprochen wurde. Das geschickt als „Wortsinfonie“ im Stile von David Beckett oder Botho Strauß verfasste Hörspiel wirkte jedoch auch als Solostück – lediglich unterstützt durch wenige dramaturgische Requisiten – sehr gut und wirkte bei den Zuschauern noch lange nach.

Beate Wandelt

 

"Auf den Spuren der Demokratie"

Heute (heißester Tag des Jahres - 10. Juli 2022) begab sich die Q2 unter der Leitung von Thomas Jacob und Thomas Meysing auf eine Exkursion: „Auf den Spuren der Demokratie durch Mainz“ (veranstaltet vom „Haus des Erinnerns“).

Im Anschluss an die Führung, die uns an wichtige Schauplätze auf dem Weg zur Demokratie von der Mainzer Republik bis zur Gründung des Landes RLP führten, war das gemeinsame Eisessen mehr als verdient.

Für uns soll's bunte Ballons regnen

Am 15. Juli 2022 konnte wieder ein Abiturjahrgang sowie die FH-Abgänger/innen verabschiedet werden. Nach zwei Corona-Jahren war zur Freude aller auch wieder eine richtige Verabschiedung samt Schulfest möglich.
17.00 Uhr: Gottesdienst
Den Auftakt machte ein Gottesdienst auf der Wiese am Ketteler- Denkmal. Herr Dr. Nawar animierte unter dem Thema „Das Leben leben – dem Leben ein Gesicht geben“  die Absolventen dazu, im Leben ihren eigenen Weg zu finden, zu dem „Original“ zu werden, dass Gott in jedem von ihnen sieht und die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu bedenken, gerade auch angesichts seiner zeitlichen Begrenztheit.
18.00 Uhr: Akademische Feier zur Verabschiedung der Absolventen/innen
In der anschließenden akademischen Feier wurde in verschiedenen Reden der Anlass gewürdigt: Der Schulleiter Herr Thomas Jacob nahm das Lied "Junge" der Ärzte zum Anlass, auf wichtige Ziele und Erfahrungen auf dem Weg zum Abitur hinzuweisen; die beiden Stammkursleiterinnen Frau Frauke Agel und Frau Hanna Veeltmann stellten ausgehend von der Spielidee „Ich packe meinen Koffer“ vor, mit welchem Gepäck die Absolventen/innen die Schule verlassen werden.
Von Seiten der Studierenden gab es für die Abiturienten/innen eine Abschiedsrede von Frau Celine Roegner und Herrn Ertugul Karaca, für die FH-Abgänger/innen sprach Frau Janine-Marie Dawla die Abschiedsworte.
Ob es im Leben der Gefeierten immer Rosen oder Party-Ballons regnen wird, bleibt offen. In jedem Fall aber ließen Studierende aus der Q2 bunte Ballons von der Galerie aus auf die Feiernden im Foyer regnen und gaben damit ihren besten Wünschen Ausdruck.

ab 19.30 Uhr: Sektempfang und Schulfest
Im Anschluss an die Buchpreisverleihung und Zeugnisausgabe gab es einen Sektempfang, der in ein Schulfest auf der Wiese überging. Hier konnten noch einmal Erinnerungen ausgetauscht werden und es gab genügend Raum für persönliche Verabschiedungen. Auch viele Ehemalige aus vergangenen Jahrgängen kamen als Gäste und es gab einen regen Austausch über die verschiedenen Erfahrungen und Lebenswege.

 

Save the date!

In diesem Jahr kann es wieder stattfinden, unser Schulfest, zu dem wir herzlich einladen. Gefeiert wird am Freitag, 15. Juli 2022 ab 20:30 Uhr im Anschluss an die offizielle Verabschiedung unserer Absolventinnen und Absolventen.

Suche den Frieden und jage ihm nach (Psalm 34,15)

… unter diesem Thema stand aus aktuellem Anlass der jährliche CAMPUS-Gottesdienst zu Pfingsten am 3. Juni 2022. Die Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-von-Thüringen-Schule, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bischöflichen Jugendamt sowie die Studierenden des Ketteler-Kollegs waren zusammenkommen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern.

Wenn Gottesdienst heißt, das Leben vor Gott zur Sprache zu bringen, dann kann in diesen Tagen nicht am Ukrainekrieg vorbeigeschaut werden. Pastoralreferent Michael Langer machte in der thematischen Hinführung deutlich, dass allerdings der Friede weltweit in den unterschiedlichsten Kontexten bedroht sei: von Syrien über Mali, von der Einschränkung von Rechten für Frauen in Afghanistan bis hin zu Diskriminierungen aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Hautfarbe.

Ausgehend von den Seligpreisungen der Bergpredigt verdeutlichte Diözesanjugendseelsorger Mathias Berger anschließend in seiner Predigt, dass der Frieden im Kleinen beginne. So wurden anschließend alle Mitfeiernden eingeladen in kleinen Gruppen darüber nachzudenken, was Grundvoraussetzung für einen Frieden ist, der mehr ist als nur die Abwesenheit von Krieg. Respekt, Verständnis, Kommunikation, (Nächsten-)liebe – das waren einige Schlüsselbegriffe, die in den Gesprächen immer wieder fielen.

In den folgenden Fürbitten wurden die Ängste, Sorgen und Nöte dann vor Gott gebracht: symbolisch durch das Befestigen von Rosen am Kreuz.

Im abschließenden Segensgebet baten alle Mitfeiernden, dass der Heilige Geist sie befähige, „Werkzeuge des Friedens“ zu werden, die Liebe üben wo man hasst, die verzeihen, wo man beleidigt und die verbinden wo Streit herrscht …

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es dann noch die Gelegenheit zur Begegnung aller, die in den drei Einrichtungen des Bistums Mainz arbeiten, lernen und lehren.

„Vergessen Sie die Frauen nicht“ – Projektabend zum Thema „Frauen in der Zeit des Vormärz“

„Vergessen Sie die Frauen nicht“ – dieses Zitat stammt aus einer Petition, die die Schriftstellerin und Publizistin Louise Otto-Peters 1848 veröffentlicht und somit auf die prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen der Frauen aufmerksam gemacht hat.

Ja, wie sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Frauen im Verlauf des 19. Jahrhunderts gewesen? Dieser Frage sind die Studierenden der Deutsch-Leistungskurse aus der AQ2 und OQ2 kurzübergreifend am 25. Mai 2022 nachgegangen. Während des Projektabends haben sich die Studierenden mit unterschiedlichen Schriftstellerinnen bzw. Publizistinnen, der Bedeutung der Ehe im 18./19 Jahrhundert, der Frauen(bildungs-)bewegung sowie der Entgeltlohngerechtigkeit (Gender Pay Gap) befasst.