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Aktuelles

 

22.03.201710 Jahre Abitur-online am Ketteler.

Abitur-online-Jubiläum_Programm

Nichts zu bereuen!
Feier zum 10jährigen Jubiläum des Abitur-Online-Zweiges am Ketteler-Kolleg und -Abendgymnasium

Im August 2007 war es, als nach ausgiebiger Vorbereitung zum ersten Mal das Abitur als Online-Lernangebot an den Start ging, und das am Ketteler-Kolleg als erste Schule in Rheinland-Pfalz.
Das war Grund für eine Feier am 22. März 2017 im Foyer des Ketteler-Kollegs, bei der an die vielen Facetten dieser ereignisreichen Zeit erinnert wurde: Zu Wort kamen Vertreter des Bildungsministeriums und des Bistums, Initiatoren und Verantwortliche dieses Schulzweiges, aber auch Ehemalige, die ihr Abitur im Online-Lernen erworben haben.

Das Programm wurde umrahmt von Musikbeiträgen von Madeleine Lienhard (ehemalige Abiturientin), die Edith-Piaf-Lieder interpretierte, unter anderem auch: „Non, je ne regrette rien“ – es gibt nichts zu bereuen. Dieser Satz wurde von Frau Mathea aufgegriffen und wurde zum Motto über dem Rückblick: Es gibt nichts zu bereuen, nicht, dass dieser Zweig ins Leben gerufen wurde, nicht die vielen Versuche, richtige Lösungen z.B. für eine geeignete Plattform zu finden, nicht die Zusammenarbeit mit dem Land Nordrhein-Westfalen, die nach wie vor in der Materialentwicklung besteht und sich als sehr fruchtbar bewährt hat.

Dass sie es nicht bereut haben, diesen Weg zum Abitur eingeschlagen zu haben, kam auch in vielen Äußerungen Ehemaliger zum Ausdruck, die per Post oder auch im persönlichen Statement geäußert wurden: Für sie war es der ideale Weg, zum Abitur zu gelangen, weil er ihren individuellen Lebensbedingungen entsprochen hat, und genau das sollte und soll auch weiterhin der Sinn dieser Art des Lernen sein.

„Hier wird Ihnen nichts geschenkt, aber in jeder Hinsicht geholfen."

 

01.03.2017Ketteler.Kultur

Luther - Eine Tischrede mit Christan Klischat

LUTHER - Eine Tischrede mit Christian Klischat

Anlässlich des Jubiläumsjahres 2017 - 500 Jahre Reformation - kommt der Schauspieler und ehemalige Kollegiat unserer Schule Christian Klischat ans Ketteler. und haucht dem Reformator Martin Luther, einem streitbaren Geist mit Ecken und Kanten, der "kain Blat furs maul nymbt", Leben ein.

Launig und schwärmerisch, polternd, hellsichtig und weltweise lässt sich der große Reformer im privaten Kreise über Gott, Tod, Teufel und die ganze Welt aus. Von den ärgsten Feinden des Menschen und den schönsten Freuden ist die Rede, von den Wundern der Natur, vom Ehestand, von der Musica, der Zunft des Schreibers oder dem himmlischen Regenbogen. Anschaulich, lebensprall und sprachgewaltig ist Luther dabei und alles andere als ein staubiger Theologe. Der Hausherr kommt zugleich als Prediger daher, als Sänger und als Literat. Vor allem aber zeigt er sich als ein Mensch voller Lust und Liebe, Not und Zorn, Angst und Hoffnung, einer, der kurzweilig unterhalten kann ohne je den Faden, den Stoff und mit ihm die Aufmerksamkeit seiner Gäste zu verlieren.

Das Ein-Personen-Stück von Christian Klischat unter der Regie von Götz Brand ist am Mittwoch, 01. März 2017 um 20:00 Uhr im Foyer des Ketteler-Kollegs und Abendgymnasiums zu sehen.

Eine Rezension des Theaterabends von Beate Wandelt

Wie ging es wohl zu am Tisch im Hause Martin Luthers? So einiges wissen wir darüber: Es gab kein klösterliches Schweigen mehr wie im Augustinerkloster, sondern viele mehr oder weniger lange Auslassungen des Reformators - ein bunter Strauß von Weisheiten und Sprüchen über alle möglichen Themen des Lebens. Und wer waren die Zuhörer? Mindestens 30, manchmal bis zu 50 Personen genossen die Tischgemeinschaft Luthers: das waren seine Familie, das Gesinde, Freunde und Unterstützer, die zeitweise im ehemaligen „schwarzen Kloster“ lebten, und vor allem Studenten, die zu Kost und Logis in seinem Haushalt wohnten. Besonders für die war es immer interessant zu hören, was der große Reformator an Ideen und Weisheiten mitbrachte.
Ein wenig wie bei Luthers bei Tische sollten sich auch die Zuschauer am 1. März 2017 im Foyer des Ketteler-Kollegs fühlen, die an langen Tischen auch zu einem kleinen Imbiss eingeladen waren, als er dann auftrat –
Christian Klischat alias Martin Luther – und mit im Gepäck sein wichtigstes Utensil, die Zunge, die nach Luther das wichtigste Glied sei, denn wenn sie im Einsatz ist, beim Reden und auch beim Schreiben, sind alle beteiligt, der ganze Körper und auch der Geist!
So präsentierte der Schauspieler Klischat auch in gewohnt lebendiger und mitreißender Weise Luthers Weisheiten über Himmel und Erde, Christus und den Teufel, Musik und Komödien, Leben und Tod, Kirche und Kaiser, Frau („Weib“) und Mann.
Die Tischreden Luthers sind keine logisch durchdachten theologischen Abhandlungen, sondern greifen ein Sammelsurium von Themen auf, die sowohl Kernthemen des Glaubens betreffen, aber auch alltägliche, fast sogar derbe Äußerungen beinhalten.
Die Zuschauer konnten an diesem Abend etwas lernen über Mann und Frau, nämlich dass der Mann mehr Verstand habe als das Weib, denn er hat breite Schultern und enge Hüften, während das Weib wegen seiner breiten Hüften zum Kinderkriegen bestimmt sei. So sei der Mann denn der Himmel und das Weib die Erde, die aus dem Himmel fruchtbar gemacht werde. Das sind natürlich Weisheiten, die uns heute zum Schmunzeln veranlassen, doch in Anderem zeigte sich Luther doch schon recht modern: So soll der Mann das Weib nicht anders behandeln als „sein eigen Leib“ und Fleisch, nämlich freundlich und zärtlich.
Dass Gottes alles wunderbar gemacht habe mit vielen schönen Farben, hat auch Luther damals schon begeistert. Weiniger angetan war er von so manch anderem Verhalten der Deutschen, so z.B. der Trunksucht, denn der „Weinschlauch“ bleibe wohl Deutschlands Plage bis zum Jüngsten Gericht.
Die Sünde und den Trübsinn gelte es zu vermeiden, und dazu hatte Luther eigene Ideen: die Musica sei des Satans Feind und vertreibe böse Gedanken. Auch sei die Musik besser als die Sauferei. Die Gesellschaft guter und rechtschaffener Leute solle auch gesucht werden, damit man nicht in Sünde und Sauferei fällt.
In guter Luther-Manier stimmte Klischat dann auch mitten in der Vorstellung ein Lutherlied an: „Verleih uns Frieden gnädiglich“.
Es war ein insgesamt sehr kurzweiliges Programm mit vielen kleinen Einblicken in Luthers Reden und Denken. Und Klischat handhabte es am Ende seines Programms wie Luther auch, der meinte, ein Prediger solle aufhören, wenn es am besten ist.

Christian Klischat - Luther
Christian Klischat am Ketteler-Kolleg

 

10.01.2017Barbara Große am Ketteler.

Konkret erlebte Geschichte - Ein Zeitzeugengespräch

Eingeladen war Frau Barbara Große, die seit vielen Jahren über ihr Leben in der DDR in Schulen berichtet.
Barbara Große (geb. 1947 in Leipzig) war als Tontechnikerin tätig. Ihre Familie sehnte sich nach einem Leben in Freiheit und stellte deshalb seit September 1976 regelmäßig Ausreiseanträge. Nach dem Versuch Hilfe bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik und bei der bundesdeutschen Botschaft in Prag zu erhalten, wurde sie im Januar 1983 verhaftet. Der Botschaftsbesuch wurde ihr als "landesverräterischer Agententätigkeit" vorgeworfen, so dass sie zu 30 Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Im März 1984  gelangte sie im Rahmen des Häftlingsfreikaufs in die Bundesrepublik in die Freiheit.

Diese wenigen Daten lassen erahnen, dass sich in diesem Zeitzeugengespräch viele Inhalte des Geschichtsunterrichts plötzlich mit Leben füllten.
So war auch in der anschließenden Reflexion die einhellige Meinung der Lernenden, dass eine derartig authentische Lebensbeschreibung Geschichte auf einmalige Weise vergegenwärtigt.

Auch die Allgemeine Zeitung berichtete am 11. Januar 2017 über das Zeitzeugengespräch.

der Deutschen Gesellschaft am Ketteler. am 15. Dezember

„Was ist Freiheit?“ - mit dieser zunächst eher philosophischen Betrachtung leitete Herr Alesch Mühlbauer von der Deutschen Gesellschaft seinen Studientag am Ketteler. ein.
Die Jahrgangsstufe der Q3 näherte sich an diesem Tag auf multimedialem Weg den unterschiedlichen Facetten der DDR-Geschichte. So wurde gemeinsam ein Überblick über die Entstehung und Entwicklung der DDR erarbeitet, den es gilt in den nächsten Unterrichtseinheiten weiter zu vertiefen.
Die gelungene Moderation des Tages durch Herrn Mühlbauer machte den Studientag zu einer wertvollen Ergänzung des Geschichtsunterrichts.

Abitur 2016

„Bildung ist der Schlüssel …

… zu einem selbstbestimmten Leben in Frieden und Freiheit!“ sagte Frau Marx-Donath, die mit 74 Jahren älteste Abiturientin Deutschlands, in ihrer Abiturrede am vergangenen Freitag.
Am Ketteler-Kolleg und -Abendgymnasium haben Erwachsene auch in diesem Jahr auf dem 2. Bildungsweg ihre Allgemeine Hochschulreife erworben. Wir gratulieren allen Abiturienten!

Ketteler-Kolleg Abiturienten 2016 aus der Q4

Abiturientinnen und Abiturientinnen am Ketteler-Kolleg:
Arnolds, Yvonne; Barski, Lukasz; Biehler, Alexander; Brickwedde, Björn; Casagrande, Manuel; Großmann, Doris Irene; Hermann, Christine; Karaca, Gülsen; Merz, Maximilian, Stabenow,  Douglas; Tettweiler, Nina; Zentel, Vanessa

Ketteler-Abendgymnasium Abiturienten 2016 aus der OQ4 und AQ4

Abiturientinnen und Abiturienten am Ketteler-Abendgymnasium:
Budak, Miriam; Dauti, Zelia; Dreßler, Dirk; Friederich, Julian; Haghighat, Nima; Hess, Martina; Kandel, Horst; Niemeyer, Nele; Stieg; Christian; Zampieri, Enrico

und am Ketteler-Abendgymnasium mit Lehrgang Abitur-online am Abend:
Bauer, Rennee-Christin; Gudehus, Alice; Heil, Cornelia; Knödler, Jennifer; Nguyen, Nhu Anh; Schwind, Seher; Warouw, Nancy Veruschka

Ketteler-Abengymnasium Abiturienten 2016 aus der OQ4T

Abiturientinnen und Abiturienten am Ketteler-Abendgymnasium im Lehrgang Abitur-online am Vormittag:
Amhamdi, Naima; Kreuscher, Katharina; Lasser, Nathalie; Marx-Donath, Renate; Minges, Tina Stefanie; Ostermann, Fabian.


Nicht alle Abiturienten haben der Veröffentlichung des Namens zugestimmt.

 

 

 

26.04.2016Ketteler. jetzt auch "Medienkompetenz-Schule"

Medienkompetenz macht Schule

2007 führte das Ketteler. den Lehrgang „Abitur-online“ als erste Schule im gesamten Rhein-Main-Gebiet ein. Jetzt wurde durch das Land Rheinland-Pfalz die Möglichkeit eröffnet, die dadurch gewonnene Medienkompetenz noch weiterzuentwickeln.
Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der i-Media im Theresianum Mainz nahm Herr StR Timo Osiecki als Projektverantwortlicher stellvertretend für die Schulgemeinschaft des Ketteler-Kollegs und -Abendgymnasiums die Urkunde von Herrn Staatssekretär Beckmann entgegen, die das Ketteler. in das Programm „Medienkompetenz-macht-Schule“ des Landes Rheinland-Pfalz aufnimmt.

Pädagogisches Landesinstitut RLP, Ronny Schwarz
iMedia Gruppenfoto

Damit verbunden ist eine Förderung in Höhe von 25.000 € für die Weitentwicklung der Mediendidaktik und -ausstattung der Schule. Dies ermöglicht der Schule, ihre durch den Bereich „Abitur-online“ schon vorhandenen Kapazitäten im Bereich Neue Medien in den nächsten Jahren noch weiter auszubauen.
So werden die bereits im Bereich Abitur-online erworbenen Lehrkompetenzen perspektivisch auch für die Bereiche des Kollegs und Abendgymnasiums  infrastrukturell erschlossen.
Diese Förderung fällt zeitlich zusammen mit der vom Bistum Mainz durchgeführten umfassenden Modernisierung des Gebäudes, so dass die noch ausstehenden baulichen Veränderungen mit der IT-Entwicklung koordiniert werden können.
Insgesamt handelt es sich also um eine Entwicklung am Ketteler-Kolleg und -Abendgymnasium, die nur möglich ist aufgrund der Bereitschaft aller Lehrkräfte, sich immer wieder den Herausforderungen durch die Neuen Medien zu stellen und so auch die Zukunftsfähigkeit der Schule zu garantieren.

 

13.05.2016Campus-Gottesdienst

„Seht, da ist der Mensch!“

Das Thema des diesjährigen CAMPUS-Gottesdienst, der immer am Freitag vor Pfingsten um 11.30 Uhr vor der Don Bosco-Kapelle des Bischöflichen Jugendwerkes stattfindet, nimmt in diesem Jahr das Motto des kommenden Katholikentages auf.
Das Zitat aus dem Johannesevangelium (19,5) steht im Mittelpunkt des gemeinsamen Gottesdienstes der Elisabeth-von-Thüringen-Schule, des Bischöflichen Jugendwerkes und des Ketteler-Kollegs und -Abendgymnasiums.
In diesem Gottesdienst wird der Frage nach den Bedingungen des heutigen Menschseins im Lichte des Glaubens und angesichts des Pfingstereignisses nachgegangen werden.
Anschließend besteht bei einem kleinen Imbiss die Gelegenheit, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Schülerinnen und Schüler, Kollegiatinnen und Kollegiaten der drei Bistumseinrichtungen noch besser kennenlernen.

Ausdrücklich willkommen sind aber auch alle „Gäste“ zu diesem Gottesdienst vor Pfingsten.

 

 

24.02.2016Ketteler.Kultur

Christian Klischat am Ketteler-Kolleg

„Frankenstein“ von Mary Shelly gehört zu den bekanntesten Werken der fantastischen Literatur. Shelly erzählt die fiebrige Geschichte um Victor Frankenstein, der kraft der Naturwissenschaften wie Gott sein will. Und sie erzählt vom künstlich geschaffenen und entsetzlich aussehenden Riesen, dessen Einsamkeit und Enttäuschung kein Ventil finden und umschlagen in blutigen Hass gegen seinen Schöpfer. Kein Zufall, dass sich der Stoff an den mythischen Prometheus anlehnt, der Leben aus Ton erschuf und sich für sein Menschengeschlecht mit den Göttern überwarf.  

Der Schauspieler und ehemalige Kollegiat Christian Klischat (u.a. Staatstheater Darmstadt, Nationaltheater Weimar) entwickelt in diesem Ein-Personen-Stück unter der Regie von Götz Brandt jenseits aller vordergründigen Gruseleffekte grundsätzliche Fragen nach dem Menschen und seinen moralischen Überzeugungen.

Das einmalige Gastspiel am Ketteler-Kolleg und -Abendgymnasium fand am Mittwoch, den 24.2.2016 um 20.00 Uhr statt.

 

 

Autorenlesung am Ketteler-Kolleg

Historiker und Journalist Sven Felix Kellerhoff am Ketteler-Kolleg in Mainz

„Die Wurzel des Hasses – wie Adolf Hitler zum Antisemiten wurde“

Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus referierte Sven Felix Kellerhoff, Historiker und leitender Redakteur für Zeit und Kulturgeschichte (DIE WELT), am Mittwoch, den 27.1.2016, um 9.50 Uhr im Ketteler-Kolleg und –Abendgymnasium des Bistums Mainz zum oben angeführten Thema.

Kellerhoff, der zuletzt «Mein Kampf» - Die Karriere eines deutschen Buches. publizierte, ging in seinem Vortrag der Frage nach den Motiven für Hitlers Antisemitismus nach.

Die Veranstaltung erfolgte in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung.

 

 

29.09.2015Bericht:  "Durch Kennenlernen einander verstehen lernen"

Willkommensnachmittag für Flüchtlinge am Ketteler-Kolleg

Willkommensnachmittag für Flüchtlinge am Ketteler-Kolleg

Ein kleines Büffet mit Obst, Kuchen, Brezeln und Getränken, eine Hüpfburg sowie Sport- und Spielgeräte, die auf dem Außengelände des Ketteler-Kollegs aufgebaut waren, deuteten darauf hin, dass am 29. September nachmittags der Schulbetrieb für eine besondere Aktion unterbrochen wurde: 40 bis 50 Flüchtlinge, meist Familien mit Kindern, waren Gäste bei der Schule des Bistums Mainz, um gemeinsam einen Begegnungsnachmittag zu verbringen. Das Ketteler-Kolleg und –Abendgymnasium mit Abitur-online-Zweig bietet Erwachsenen die Möglichkeit, Abitur auf dem zweiten Bildungsweg zu erreichen. Somit sind Menschen, die im Leben eine zweite Chance brauchen, besonders im Fokus dieser Einrichtung. Auch im Engagement für Flüchtlinge hat das Ketteler-Kolleg in den vergangenen Monaten verschiedene Aktionen durchgeführt, die Geld- und Sachspenden eingebracht haben und die ein kleines „Puzzleteil“ der Bistumsarbeit im Bereich der Flüchtlingshilfe waren und sind. So kam es denn auch zum Kontakt zu Flüchtlingen, die auf dem Hartenberg in der Ludwigsburger Straße angesiedelt sind. In Koordination mit Behrouz Asadi, dem Leiter der Migration / Psychosoziale Betreuung von den Malteser-Werken Mainz, konnte diese Begegnung geplant und durchgeführt werden. Antje Schwebler, die Schulleiterin des Ketteler-Kollegs und --Abendgymnasiums, begrüßte die Flüchtlinge sehr herzlich – übersetzt wurde sie dabei von Herrn Asadi. 

Doch das Ziel war es, dass Lehrer und Studierende mit Flüchtlingen direkt in Kontakt treten: jeder versuchte, soweit die sprachlichen Barrieren dies zuließen, mit einzelnen Besuchern ins Gespräch zu kommen, sie zu fragen, wo sie herkommen, was sie auf der Flucht erlebt haben, wie es ihnen hier in Deutschland geht. So manche erschütternde Geschichte wurde bei diesen Gesprächen zutage gebracht und vieles, was man nur aus den Medien weiß, bekam ein Gesicht und eine menschliche Dimension. 

Alternativ durch Sport, Ketteler-Kolleg Mainz

Besonders die Kinder sollten bei dem Fest auf ihre Kosten kommen: Dank der Unterstützung der Sportjugend Rheinland-Pfalz in Verbindung mit dem Projekt „Integration durch Sport“ wurden sportliche Spielstationen und eine Hüpfburg zur Verfügung gestellt - für Kinder aus allen Ländern immer ein Erlebnis! Kleine Gastgeschenke am Ende der Veranstaltung rundeten die positive Atmosphäre ab. An dieser Stelle sei auch den Sponsoren für diese Aktion ganz herzlich gedankt: der Commerzbank, der PAX-Bank, der Sparkasse, Edeka, Aldi, dm-Markt, der Brezel-Bäckerei Geppert, der Firma Eckes und dem Jugendwerk Don Bosco.  

Ob sich die Flüchtlinge bei ihren Gastgebern vom Ketteler-Kolleg wohlgefühlt haben? Jedenfalls sah man viele lachende Gesichter und angeregte Gespräche zwischen Menschen, die sich vorher noch nicht gekannt haben. Und als es dann ans Aufräumen ging, haben viele der jungen Männer aus Afghanistan, Eritrea, Syrien u.a. tatkräftig mit angepackt – froh, etwas tun zu können. 

Beate Wandelt, Ketteler-Kolleg Mainz